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Frühjahrsiegerschau Dortmund Frühjahrssieger Globrous Pugnacious Athziri


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"Ohne meine Genehmigung und Einverständnis dürfen Teile und Auszüge des folgenden Textes und der Zitate nicht verwendet werden!"

Erfurter Amtstierärztin will Nackthunde und deren Zucht generell verbieten !!!!!! da sogenannte "Qualzucht"


Votum für die Nackthunde Xoloitzcuintle, Perro sin Pelo del Peru und Chinese Crested



Umso erstaunlicher ist es, dass es solch ein Nischenthema immer wieder groß in die Medien schafft. Ich hoffe nicht, dass sich einzelne Tierschutzverbände oder Politiker darüber profilieren möchten. Die VDH-Welpenstatistik zeigt für die Jahre 2017 - 2000 (rücklaufend) folgende Zahlen:

Chinesischer Schopfhund: 195, 212, 146, 243, 209, 193, 227, 184, 198, 161, 108, 150, 152, 113, 60, 52, 54, 45.

Perro sin Pelo del Perú: 10, 1, 10, 10, 8, 3, 1, 0, 1, 7, 6, 4, 3, 0, 0, 0, 3, 14.

Xoloitzcuintle: 22, 28, 36, 34, 4, 14, 10, 4, 6, 6, 10, 8, 13, 2, 6, 5, 7, 20.

https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

Es handelt sich also rein zahlenmäßig keinesfalls um einen besorgniserregenden Massentrend.



Wo aber liegt die konkrete Begründung für dieses Vorgehen bei den amerikanischen Nackthunden? Gibt es Tierkliniken speziell für Nackthunde oder ausgesprochen Nackthund typische Erkrankungen, die generell tiermedizinischer Hilfe bedürfen? Mir ist nichts dergleichen bekannt.

Was das Etikett „Gendefekt“ betrifft, frage ich mich, warum dies nicht mehr diskutiert werden sollte? Ein Gendefekt ist u.a. auch ein Konstrukt, das besagt, dass ein Individuum „krank“ ist im Sinne von, es funktioniert in einer definierten Gesellschaft nicht korrekt bzw. es entspricht nicht der gesellschaftlichen Norm, wie z.B. in Deutschland ein Hund ohne Fell, der wenig bellt.

Nach dieser Argumentation könnte man Hellhäutigkeit bei Menschen in Afrika oder Australien als Gendefekt definieren, da helle Haut dort ein hohes Risiko für Hautkrebs darstellt. Wo läge die exakte Grenze? Eine vom Down-Syndrom Betroffene sagte beispielsweise kürzlich, dass sie nicht unter ihrer Trisomie 21 leidet. Sie selbst definiert sich nicht als krank, andere bemerken aber, dass sie nicht der Norm entspricht.

https://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-trisomie-bluttest-down-syndrom-ist-keine.694.de.html?dram:article_id=446036

Den Begriff Gendefekt dürfen wir, meiner Ansicht nach, niemals generalisieren, denn das ist, Stichwort Eugenik, schon einmal schiefgegangen. Vielmehr sollten wir akzeptieren, dass es eine breite Grauzone und entsprechende Debatten gibt.



Ob die Hunde unter dem Semiletalfaktor leiden, kann ich fachlich nicht beurteilen. Konsequenterweise müssten wir dann aber auch auf die Lamazucht (mehr als 10% Doppelovationen bei monoparen Tieren) und viele andere verzichten, vielleicht sogar auf unsere eigene Fortpflanzung (in der 7. SSW soll das Fehlgeburtsrisiko noch bei 10% liegen)?

Mir wurde zugetragen: Eine interne Umfrage unter Verbandszüchtern, diese müssen Zuchtbücher führen, ergab u.a. bei den Schopfhunden einen Durchschnitt von 4,6 lebensfähigen Welpen pro Wurf. Sie fallen somit nicht hinter andere Hunderassen vergleichbarer Größe zurück.



Die Veröffentlichung von 2017 zum Gebiss kennen Sie sicherlich? Kornelius Kupczik, Alexander Cagan, Silke Brauer und Martin S. Fischer, The dental phenotype of hairless dogs with FOXI3 haploinsufficiency. Scientific Reports; 14 July, 2017 (DOI: 10.1038/s41598-017-05764-5).

https://www.nature.com/articles/s41598-017-05764-5

Untersuchungen zur Gen-Expression von FOXI3 und anderen Genen, und entsprechende Variationen der lokalen Behaarung und Zahnkonformation, gibt es zahlreiche. Aktuell ist dieser Artikel zum haarlosen Schottischen Deerhound erschienen:

Hytönen, M.K. & Lohi, H. Hum Genet (2019). https://doi.org/10.1007/s00439-019-02005-9

https://link.springer.com/article/10.1007/s00439-019-02005-9?fbclid=IwAR1HXk69f11aJHlGAiWfG104a_F4Gv9WqZ88FnbIZ3jj3rUtuinfCkqptYg

Das Gebiss ist per se nicht klinisch relevant. Kein Hund verhungert, sie raspeln ihre Knochen und sie kämpfen. Auch bei Nackthunden mit Zahnunterzahl haben wir Beiß- und Wildunfälle aufzuweisen. Die Wildunfälle werden meist nicht gemeldet, aber die Beißunfälle werden in Beißstatistiken der Länder geführt, z.B. Rheinland-Pfalz 2018 – 2012 rücklaufend:

2018 hat ein Nackthund in RLP 1 Mensch verletzt.

2017 wurden 6 Menschen durch Nackthunde verletzt.

2016 kein Eintrag.

2015 hat ein Nackthund 1 Mensch verletzt.

2014 hat ein Nackthund-Mix 1 Mensch verletzt und ein Nackthund hat 1 Hund getötet.

2013 hat ein Nackthund 1 Mensch verletzt.

2012 hat ein Nackthund 1 Mensch verletzt.

https://add.rlp.de/de/themen/staat-und-gesellschaft/ordnung/gefaehrliche-hunde/

Persönlich habe ich mitbekommen, dass ein befreundetes Paar im Saarland einen großen Rüden in Pflege genommen hatte, der leider sehr bald mit ihrem eigenen in Konflikt geriet. Beide Rüden haben nur wenige Zähne im Maul. Das Ergebnis war, dass beide Hunde tierärztlich behandelt werden mussten und auch der Mann, der dazwischen ging, medizinisch versorgt werden musste.

Der artgemäße Gebrauch, mit allem was dazu gehört, ist also durchaus möglich, aber, wenn wir ehrlich sind, in einem dicht besiedelten Industrieland gar nicht unbedingt erwünscht.

Hunde erjagen ihr Futter nicht mehr, dies ist bei uns verboten. Sie brauchen keine Fangzähne mehr. Als Haustiere brauchen sie zum Kauen die 2. und 3. Prämolare, die die Nackthunde immer haben.

Schopfhunde haben, meines Erachtens, im direkten Vergleich zu den beiden anderen Nackthunderassen vollständigere Gebisse. Dies liegt wohl auch am internationalen FCI-Rassestandard, der beide Varietäten (Hairless und Powder Puff) als gleichberechtigt ansieht, was bei den beiden anderen Rassen leider nicht der Fall ist, dort werden Hairless-Hunde gegenüber Coated-Hunden klar bevorzugt.

Trotzdem erachte ich momentan die Xoloitzcuintles und die Perros sin pelo als die gesünderen Rassen, denn beim Schopfhund, einem Derivat aus amerikanischem Nackthund und diversen europäischen Gesellschaftshunden, zeigen sich mittlerweile einige Gesundheitsprobleme. Diese müssen aber getrennt von der Haarlosigkeit gesehen werden. Es gibt bereits eine Reihe von Gentests dafür, da sie auch bei anderen Hunderassen zuchtbedingt auftreten. Eine DNA-Datenbank führt die Tiho Hannover unter Prof. Ottmar Distl.

Anbei ein aktuelles Foto eines beliebigen osteuropäischen Schopfhundes: Rezente Zuchtziele wie Blue Eye, helle Haut und Tea Cup führen die Hunde weit weg von ihrem prähispanischen Ursprung und bringen ihnen zuchtbedingte Krankheiten.



Vibrissen gibt es bei Nackthunden, da wir von einer Ektodermalen Dysplasie sprechen und Vibrissen nicht im Ektoderm gebildet werden.



Eine Immunschwäche gibt es nicht, sondern eine frühe Resorption des Thymus (ansonsten normal wie bei anderen Hunden) und die entsprechende temporär veränderte Immunzellkonzentration (T-Lymphozyten).

Diese Hunde existieren seit Jahrhunderten unter teils widrigen Bedingungen. Medizinische Versorgung kennen die Tiere in Lateinamerika in der Regel nicht. Die sog. Nackthunde vermehren sich trotzdem gut. Sie repräsentieren das Erbe des präkolonialen Amerikas, deshalb sind sie auch ein internationales Kulturgut...



-Von einem „Defektgen“ kann nicht die Rede sein. Wir haben es mit einer Mutation zu tun, Mutationen bilden den Motor der Evolution. Somit sind die sog. Nackthunde auch keine „biotechnisch veränderten“ Tiere, sondern durch evolutionäre Anpassung an die Tropen und Subtropen Amerikas, also auf natürlichem Wege, entstanden.

Eine Zwangskastration verstößt eigentlich gegen §11b TschG, da dadurch ein Körperteil oder Organ, das für den artgemäßen Gebrauch notwendig ist, entfernt wird. Von §6 Abs.1 Satz2 Nr.5 TschG aber angeblich gedeckt?

Bei den amerikanischen Nackthunden fehlt kein Organ oder Körperteil. Vibrissen sind vorhanden. Fell ist kein Organ. Es gibt einige weitere Säugetiere, und auch die Menschen selbst, die ihr Fell weitgehend durch Mutationen verloren haben aufgrund von Anpassung an ihren Lebensraum.

Auch bei den Zähnen gibt es, wie bereits beschrieben, keine Probleme. Nackthunde existieren bereits seit Jahrhunderten als indigene Nutztiere, sie vermehren sich gut.


Die Nackthunde könnten sich nicht gut vermehren, wenn ihnen tatsächlich ein Organ oder Körperteil fehlte, das für ihre Lebens- und Fortpflanzungsfähigkeit eine notwendige Funktion zu erfüllen hätte!
Die Haarlosigkeit ist eine häufig bei Säugetieren auftretende Mutation und in diesem Sinne nicht außergewöhnlich.

Die Nackthunde haben eine recht dicke, gut pigmentierte „Lederhaut“ mit etwas Unterhautfettgewebe, die die Tiere gut schützt. In den Tropen bietet sie vermutlich einen Selektionsvorteil, da Fell bei großer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und zahlreichen Ektoparasiten eher von Nachteil ist.

Zur Thermoregulation habe ich bereits etwas geschrieben, siehe unten.
Ein haarloser Hund kann mehr Wärmeverlust haben, dies ist aber auch abhängig von seiner Statur und Größe. Allerdings gilt das auch für die grazilen, kurzhaarigen Windhunderassen wie Greyhound, Whippet und Windspiel, die aus wärmeren Regionen stammen. Sie gehören seit Jahrhunderten zur deutschen Kultur, man denke nur an die Windspiele des Alten Fritz in Potsdam. Windhunde verlieren schnell Wärme durch ihren Körperbau, andererseits überhitzen sie bei Windhunderennen auch schnell, wie bereits durch Messungen belegt wurde. Viele Nackthunde haben dagegen einen kräftigen, muskulösen Körperbau, demnach weniger Oberfläche und somit auch weniger Wärmeverlust.
Nackthunde werden in Deutschland als Haustiere gehalten. Sie ohne Aufsicht zu halten, frei laufend als Hof- und Straßenhund, wie es in dünner besiedelten Regionen Lateinamerikas möglich ist, ist in einem dicht besiedelten Industrieland nicht möglich. Hier sind es reine Haustiere, wie sie seit 30.000 Jahren dicht mit Menschen zusammenleben und entsprechend im Winter geschützt werden. Auch in zoologischen Gärten werden exotische Arten gehalten, die durch Wärmelampen und Schutzbauten gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.
Nicht jeder Hund, der zittert, friert. Es gibt viele Hunde, die bei Erregung zittern, d.h. bei Aufregung, Nervosität oder Futtergier. Hier darf in der Tierbeobachtung nicht vermenschlicht werden.

Nackthunde haben ursprünglich eine dunkle, stark pigmentierte Haut zum Schutz vor Sonneneinstrahlung. Als Tiere, die an die Tropen und Subtropen angepasst sind, sind sie nicht besonders empfindlich gegen Sonne. Daher brauchen sie kaum Sonnenschutz in unseren Breiten. Ausnahmen sind weiße und rosafarbene Tiere, wie sie modern aufgrund des Käuferverhaltens gezüchtet werden, aber nicht urtypisch sind. Die pigmentierte Haut passt sich hingegen im Frühjahr an die vermehrte Sonneneinstrahlung durch Nachdunkeln an. Bei extremen Sommertemperaturen halten sich die Hunde, zum Schutz vor Überhitzung, bevorzugt im Schatten auf.

In der Kommunikation mit Artgenossen gibt es trotz fehlender Bürste keine Defizite. Es sind Hunde vom Urtypus, die eine klare, gut erkennbare Kommunikation aufweisen. Hier dürften, falls überhaupt, eher die Langhaarrassen zu Problemen neigen, da bei ihnen die Bürste, Mimik und Gestik kaum erkennbar sind.

Die Haut der Nackthunde ist besonders robust und schützt vor Verletzungen. Kratzer, Bisse und Hautprobleme kann es natürlich geben, ebenso allerdings auch bei Hunden mit Fell. Der Unterschied liegt darin, dass bei Hunden mit Fell Verletzungen und Erkrankungen häufig erst verspätet erkannt oder sogar übersehen werden.

Versuche unter Laborbedingungen sind kritisch zu bewerten, darüber habe ich bereits geschrieben, siehe unten.

Ohrrandnekrose kann bei Nackthunden mit unbehaarten Ohren im Winter vereinzelt auftreten. Es ist allerdings kein allgemeines oder verbreitetes Problem bei den Rassen. Es gibt auch andere Hunderassen, die dafür bekannt sind, dass Fälle auftreten können, wie z.B. der Pinscher. Ein Haustier muss in solchen Fällen gepflegt werden.

Dass die Nackthunde, je nach Varietät, haarlos oder behaart, zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden, ist nicht wünschenswert, aber ein Resultat des Käuferverhaltens und der internationalen FCI-Rassestandards, die bei zwei Rassen, Mexikanischer und Peruanischer Nackthund, die haarlose Variante bevorzugen. Hier werden nationale Alleingänge vermutlich wenig ändern. Es bedarf der internationalen Debatte und der Betonung der Dualität der Rassen. Der Fokus sollte nicht auf der Diskriminierung einer der beiden Varietäten liegen.

Von qualzuchtrelevanten Merkmalen kann keine Rede sein. Vielleicht war der Gesetzgeber vor 20 Jahren noch beeinflusst von älteren Denkweisen und Wissenschaftlern, wie z.B. Konrad Lorenz, Stichwörter Eugenik und Sozialdarwinismus.
Leider traut in Deutschland und Österreich niemand sich öffentlich zu äußern. In der Schweiz können sich Tierärzte frei äußern und tun das auch, wie z.B. hier http://www.xolo.ch/genetik.html



... Bei der weiteren Untersuchung hätte Prof. Wegner festgestellt, dass die Tiere sich in den Regionen meist frei bewegten und eine medizinische Versorgung teilweise nicht vorhanden ist.
Kümmerten sich Indigene um Welpen manchmal liebevoll, sind adulte Tiere häufig als Selbstversorger auf sich allein gestellt (Dr. Hartwig Latocha, Die Rolle des Hundes bei südamerikanischen Indianern, 1982). In den vom Kolonialismus zerstörten Ländern wurde wenig Rücksicht auf Menschen genommen, auf Hunde schon gar nicht. Trotzdem haben die Nackthunde die Jahrhunderte überdauert. Sie vermehren sich gut, wenn sie Gelegenheit dazu haben, ihre Haarlosigkeit ist bekanntlich ein semidominantes Merkmal.
Was Wilhelm Wegner als „Defektmutanten“ bezeichnete, sind also recht vitale Hunde, zugegebenermaßen Spezialisten für die Tropen und Subtropen. Dort haben sie aufgrund von Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und vielen Ektoparasiten durch ihre Anpassung (Lederhaut, dunkle Hautfarbe, große Ohren) vielleicht sogar leichte Vorteile. In der Gunst der Menschen lag der Vorteil auch in ihrer Sauberkeit.
Die erfolgreichen Tropenhunde wurden von Prof. Wegner aber als „Defektmutanten“, „Defektzucht“, „Ekel-Nackthunde“, „Genmanipulationen“, „Krüppel“, „Mutanten“, „Nacktmutanten“ und „Qualzüchtungen“ bezeichnet, was polemisch ist und nicht auf eine wertneutrale Beurteilung auf rein wissenschaftlicher Basis hindeutet.
(Siehe in: Defekte und Dispositionen. 2. Aufl. 1986. Kleine Kynologie, 4. Aufl. 1994. Fehlentwicklungen in der Haustierzucht. Zuchtextreme und Zuchtdefekte bei Nutz- und Hobbytieren (mit Thomas Bartels), 1998. Anthropozentrik – Egozentrik – Exzentrik. In: WUFF, Nr. 05/2010 und 06/2010.)

Es handelt sich eben nicht um moderne Extremzuchten, sondern um alte Nutztierrassen. All dies ließ Prof. Wilhelm Wegner jedoch außer Acht. Er konzentrierte sich auf seinen Blickwinkel. Um kurz auf diesen einzugehen:
Was das Letal-Gen anbelangt, ist dazu zu sagen, dass es wohl zu keiner lebenden homozygot dominanten Ausprägung führt. Die Embryonen werden im Mutterleib absorbiert (Cord Drögemüller et al., A Mutation in Hairless Dogs implicates FOXI3 in Ectodermal Development, 2008), einen „Weißtiger“ gibt es hier also nicht.

Die fehlenden Zähne führen erwiesenermaßen zu keiner Einschränkung der Vitalfunktionen. Hierzu ein Zitat von Dr. Hans Räber, 1997:
„Angekreidet wird ihnen vor allem der große Zahnverlust, der mit dem Haarverlust gekoppelt ist. Dazu ist wohl zu sagen, dass mich fehlende Zähne zumindest nicht schmerzen, und wenn ich sehe, wie unsere vollzahnigen Schnauzer und Zwergschnauzer in weniger als einer Minute ihre Futterschüssel leeren, dann frage ich mich oft, wozu sie noch 42 Zähne haben.“
Abhängig von der Wahl der Zuchtlinien und der regelmäßigen Einkreuzung behaarter Tiere lässt sich der Zahnverlust weitgehend eindämmen.

Was die Vibrissen anbelangt, so haben die Tiere welche, dies beschrieb schon Prof. Ludwig Plate (L. Plate, Allgemeine Zoologie und Abstammungslehre, Teil I, 1922, 296). Von Prof. Guido Dehnhardt existiert ein Gutachten (G. Dehnhardt, Gutachten zur Bedeutung des Scherens der Vibrissen beim Pudel, 2001) mit dem Ergebnis, dass das Abschneiden der Haare keine Schmerzen verursacht und das Verhalten der Pudel unverändert bleibt.

Was die Vorwürfe der mangelnden Thermoregulation und der Immundefizite anbelangt, so handelte es sich um Ergebnisse von Laborversuchen, teilweise mit Mischlingshunden. Wir müssen jetzt nicht mit Diesel-Abgaswerten unter Laborbedingungen argumentieren, es reicht das Beispiel des Wolfsverhaltens in Gehegen, das in der Forschung bekanntlich zu völlig falschen Schlussfolgerungen führte. Die Evaluationskriterien der Studien entsprachen nicht heutigen Standards. Die Thermoregulation e.c. hängt größtenteils von Größe und Bau der Hunde ab. Studien sollten daher mit einer homogenen Hundegruppe durchgeführt werden, da es auch große Variationen unter den sog. Nackthunden gibt. Nur eine größere Anzahl von möglichst homogenen Tieren (unbehaarte und behaarte) kann konsistente Resultate erbringen.

Letztlich waren viele heute bekannte Ergebnisse beim sog. Qualzuchtgutachten von 1999 überhaupt noch nicht bekannt.

Wir verstehen grundsätzlich Ihre theoretischen Bedenken, sehen sie in der Praxis aber nicht bestätigt.
...
Abschließend noch weitere Zitate:

„Der türkische, oder Cyperhund. Nackter egyptischer Hund, mit unbehaarter, schwarzer oder auch kupferrother Haut, von mittelmäßiger Größe. Er ist aller erst vor 15 Jahren [um 1770] in Preussen bekannt geworden, nunmehr aber der Luft dieses Landes gewohnt worden, und hat vieles von seiner anfänglichen Lebhaftigkeit nachgelassen.“
(Prof. Friedrich Samuel Bock, Naturgeschichte, 1784)

„Wichtiger noch als dieser Name des nackten Hundes ist die Thatsache, daß er in größerer Anzahl als jede andere Raße über das ganze, warme Südamerika verbreitet ist, obschon er, seiner Häßlichkeit und Unbrauchbarkeit wegen, gering geschätzt wird und man also seine Vermehrung eher zu hindern als zu begünstigen sucht.“
(Dr. Johann Rudolph Rengger, Naturforscher, 1830)

„Auf alle Fälle ist die Verminderung der Vitalität bei Nackthunden nur sehr gering und kann nicht zur Erklärung der Tatsache herangezogen werden, daß Nackthunde bis jetzt nur in wärmeren Klimaten aufgetreten sind.“
(Prof. Ludwig Plate, Zoologe, 1931)

„Nackthunde gibt es schon seit mindestens 3700 Jahren und vermutlich gehen die heutigen Rassen, wie zum Beispiel chinesische Schopfhunde, alle auf den mexikanischen Nackthund (Xoloitzcuintle) zurück. Der Xoloitzcuintle wurde von den Azteken als heiliger Hund verehrt, und die ältesten Statuen von Nackthunden wurden auf 1700 v. Chr. datiert. Auch dem berühmten Biologen Carl von Linné fielen die Nackthunde auf. Er hat sie im Jahre 1758 in seinem Werk über die Systematik der Arten als Canis aegyptius beschrieben.“
(Forschungsmeldung der Universität Bern, Prof. Tosso Leeb, Genetiker, 2008)

„Es ist schwer, über eine unausweichliche Tatsache bei haarlosen Hunden hinwegzusehen. Folglich scheitern viele Beobachter daran, ihr schönstes Merkmal schätzen zu lernen. Seit Jahrtausenden trotzen sie ablehnenden Äußerungen über ihre genetische Fitness, überleben und gedeihen in Situationen, die den Niedergang anfälligerer Rassen bedeuteten.“
(Amy Fernandez, Autorin, Züchterin und Präsidentin des Xoloitzcuintli-Club of America, 2010)

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass amerikanische Hunde [Xoloitzcuintle, Perro Peruano, Chihuahua] ein Rest der ursprünglichen amerikanischen Kultur sind. Das zeigt, wie wichtig es ist, ihre Populationen zu erhalten.“
(Prof. Peter Savolainen, Evolutionsgenetiker, 2013)

„Was die gesundheitlichen Konsequenzen der Haarlosigkeit betrifft, muss man sich vor Augen halten, dass sowohl die südamerikanischen Nackthunde als auch die chinesischen, sehr alte Rassen sind, die sich über unzählige Generationen zum Teil unter ganz natürlichen Selektionsbedingungen erhalten haben. Wenn die Haarlosigkeit tatsächlich mit massiven Einschränkungen der Vitalität verbunden wäre, wäre bei einem dominanten Gen davon auszugehen, dass es aus der Population längst verschwunden wäre.“
(Prof. Irene Sommerfeld-Stur, Populationsgenetikerin, 2016)

„Nackthunde wie der Chinesische Schopfhund oder der Mexikanische Nackthund gehören zu den ältesten Hunderassen weltweit und sind bereits den großen Naturforschern Carl von Linné und Charles Darwin aufgefallen. […] Interessanterweise besitzen auch einige wildlebende Vertreter der Hundeartigen ähnliche Molaren wie die Nackthunde.“
(Forschungsmeldung der Universität Jena, Prof. Martin S. Fischer, Evolutionsbiologe, 2017)




Minatitlan (Avalos) Xoloitzcuintle Standard

1.Platz-Veteranensieger 2018 bei den exotisch betreuten Hunderrassen in Germany

 
 
  




Jahreshunde des CER 2017:

1. PLatz Jahreshund CER 2017 Xoloitzcuintle

Narda (Arena)

Bild "narda:narda.jpg"             Xoloitzcuintle Standard
Besitzer: Ute Schörnig und Frank Sweeney
Breeder: Maria Guadelupe

Female

Exote per Excellence
Dt.Jug-CH VDH/CER
Poln. Ch.
Junior-Ch.-Lux.
Ch. Lux, Alpensieger
Schweizer Ausstellungs-Ch.
Ungar. Ch.
Intern. Schönheits-Ch.-FCI
VDH-Jahreshund 2017
Dt.Ch.VDH/CER
CER Jahreshund 2016
Clubsieger CER (Jugend)
mehere BIS,ESA/BSA VDH u.v.a.m.

Titel und Dokumente:


2.Platz Jahreshund CER 2017 Xoloitzucintle

Globrous Pugnacious Athziri

Bild "athziri:at01a.jpg"
Bild "athziri:at02a.jpg"
        Xoloitzcuintle Miniature
Breeder: Eleazar Gerado Moreno Mata
Owner: Ute Schörnig

PL frei

World Winner 2017 Leipzig and Best of Breed
Exote per Excellence
2. Platz Jahreshund CER 2016
VDH-Jahreshund 2016 und 2017
ESA, Germanwinner, Bundessieger VDH
Clubsieger CER 2016/2017
Poln. Ch.
International. Schönheits-Ch.-FCI
Dt.Jug.-Ch. VDH/CER
ESA, BSA, Germ-winner VDH
Intern.Schönheits-Ch. FCI
Ch-Lux. Polen, VDH/CER
Germanwinner 2017 Leipzig u.v.a.m

Titel und Dokumente:


2. Platz Jahreshund PSPP pequena - hier ist alles komplett

Qurra-Tul-Ain Chuqui Huipa

Bild "huipa:huipa1.jpg"          PSPP pequena

Breeder: Ute Schörnig
Owner: Ute Schörnig und Steffi Richter

Exote per Excellence
Dt. Jugend-CH. VDH/ CER, ESA und BSA VDH, Junior-Lux.Ch, Dt.Ch.VDH/CER
Clubsieger CER
2.Platz Jahreshund CER 2016
u.a.



Dokumente:
  


3.Platz Jahreshund CER 2017 Xoloitzcuintle

Qurra-Tul-Ain Grandiosus Manuel

Bild "manuel:manuel1.jpg"        Xoloitzcuintle Miniature
Breeder: Ute Schörnig
Owner: Leon kraatz

Exote per Excellence CER
Dt.Jug-Ch.VDH/ CER
Clubsieger CER - mehrmals
VDH Jahreshund 2016 und 2017
Intern. Schönheits-Ch. FCI
Poln. Ch., Lux-Ch.
Dt. Ch. VDH/ CER
ESA, BSA- und Germanwinner - mehrmals
Jahreshund 2016 3.Platz CER
u.v.a.m

PL-frei
uneingeschränkt zuchttauglich CER

Titel und Dokumente:



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